|
Die Grabung
Die Grabungen des Landesamtes für Denkmalpflege
in Mainz wurden in zwei Abschnitten durchgeführt,
um die Bauarbeiten möglichst wenig zu behindern.
Im ersten Abschnitt konnte u.a. ein keltisches
Grab der Hallstattzeit (750-450 v. Chr.) lokalisiert
werden - ein Beweis für eine Besiedlung des
heutigen Stadtgebietes noch vor den Römern.
Im zweiten Grabungsabschnitt stiess man auf Fundamente
eines mehrräumigen Gebäudes, das anhand
der zahlreichen Opfergaben und -depots im Umfeld
als römischer Tempel identifiziert werden
konnte. Ein ritueller Brunnen ist an die Aussenmauer
angebaut. Inschriften belegen, dass das Heiligtum
der Gottheit Isis geweiht war. Ein Tempelbezirk
mit Läden, Tavernen und Handwerker-Gebäuden
schloss sich an der Zugangsstrasse an.
Im Mittelalter wurde das Areal überbaut und
zum Teil vom angrenzenden Kloster der Armen Klarissen
genutzt.
|